Aromatherapie auf dem Weg in das 21. Jahrhundert

Aromakongress: 26. und 27.9.2008, Jugendstiltheater, Baumgartner Höhe, Wien

Aromatherapie auf dem Weg in das 21. Jahrhundert

Der österreichische Aromakongress – eine erfolgreiche Kooperation der Wiener Internationalen Akademie für Ganzheitsmedizin (GAMED), der Österreichischen Gesellschaft für Phytotherapie (ÖGPhyt) und der Österreichischen Gesellschaft für wissenschaftliche Aromatherapie und Aromapflege (ÖGwA) – leitet das zweite Biennium der ÖGwA mit einer kritischen Standortbestimmung, optimistischen Zielvorgaben und visionären Zukunftsaussichten ein. Innerlich gestärkt und partnerschaftlich gut verankert wird die ÖGwA den Weg der Aromatherapie, Aromapflege und Aromakultur in das 21. Jahrhundert ebnen.

Die letzten Arbeitswochen seiner offiziellen Dienstzeit widmete Prof. Dr. Gerhard Buchbauer der Planung und Durchführung des ersten großen deutschsprachigen Aromakongresses, der in Österreich abgehalten wurde. Die ursprüngliche Initiative für diesen internationalen Kongress über Aromatherapie, Aromapflege und Phytotherapie erfolgte bereits 2006 durch einen Vorschlag des ÖGwA-Präsidenten Dr. Wolfgang Steflitsch an die Geschäftsführerin der GAMED Dr. Bettina Reiter, die diese Idee gerne aufgriff. Im kleinen Rahmen übernahmen von Seiten der GAMED Dr. Bettina Reiter und Dr. Verena Mück-Kahler die Projektleitung, und von Seiten der ÖGwA Prof. Dr. Gerhard Buchbauer und Dr. Wolfgang Steflitsch, im größeren Rahmen waren alle Vorstandsmitglieder mit großem Einsatz beteiligt. Zu unserer großen Freude gelang es uns, die Österreichische Gesellschaft für Phytotherapie (ÖGPhyt) mit an Bord zu holen. Schließlich kann die Aromatherapie auch als Spezialgebiet der Phytotherapie definiert werden.

Wie es sich für eine (komplementär)medizinische Fachdisziplin gehört, wurden an den Beginn des Aromakongresses grundsätzliche wissenschaftliche Erkenntnisse aus neuerer Zeit gestellt. In dieses wissenschaftliche Grundgerüst lassen sich traditionelle und moderne Erfahrungen über die Anwendungen von ätherischen Ölen, fetten Pflanzenölen und Hydrolaten sinnvoll einfügen.

„Keine Macht der Welt kann eine Idee aufhalten, deren Zeit gekommen ist.“ (Victor Hugo)

Konkret geht es auf dem Weg in das 21. Jahrhundert um die Anerkennung und Positionierung der Aromatherapie als seriöse, ganzheitsmedizinische Methode, die durch entsprechend ausgebildete ÄrztInnen ausgeübt werden sollte – wie dies in Frankreich und UK bereits gelebt wird. Ab Herbst 2009 wird die ÖGwA ein spezielles Diplomfortbildungsprogramm für ÄrztInnen anbieten. Gleichzeitig sollen alle ätherischen Öle für ausgebildete Anwender auch in Zukunft verfügbar bleiben, denn wie in der Schulmedizin gilt für die Aromatherapie und Aromapflege „Die Dosis macht aus einem Mittel Medizin oder Gift.“

In Zukunft wird die Bedeutung wissenschaftlicher Grundlagen- und klinischer Forschung sowie pflegewissenschaftlicher Untersuchungen weiter an Bedeutung gewinnen. Publikationen in anerkannten Journalen sind eine Voraussetzung für Evidenz-basiertes Handeln in der Aromatherapie und Aromapflege. Auch in Fortbildungen sollten neben der Überlieferung traditioneller Werte wissenschaftliche und klinische Forschungsergebnisse verstärkt einbezogen werden. Diese Zielvorgaben decken sich auch mit meinen persönlichen Intentionen auf dem Gebiet der Aromatherapie, wo ich nach bestem Wissen und Gewissen wissenschaftliche Daten und klinische Informationen bearbeite und damit das „Lebenswerk“ anerkannter ExpertInnen ehren und die Position von Aromatherapie und Aromapflege stärken möchte.

Kontakt:

Österreichische Gesellschaft für wissenschaftliche Aromatherapie und Aromapflege (ÖGwA)

E-Mail: wolfgang.steflitsch@chello.at

Dr. Wolfgang Steflitsch

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