Ätherische Öle im Erkältungsbad: Traditionelles Heilmittel oder „mehr Schaden als Nutzen“?

„Mediziner klärt auf – Erkältungsbad-Lüge: Warum ätherische Öle der Gesundheit mehr schaden als nutzen“ So betitelte FOCUS-online Autorin Monika Preuk ihr Interview mit Dr. med. Hans-Michael Mühlenfeld, seines Zeichens Hausarzt aus Bremen und Vorsitzender des Instituts für hausärztliche Fortbildung im Deutschen Hausärzteverband (IHF) am 7. Februar dieses Jahres [1]. Konkret benennt Preuk sechs ätherische Öle, die oft in kommerziellen Erkältungsbädern eingesetzt werden und gegen häufige Erkältungsbeschwerden wirken, nämlich Eukalyptus-, Pfefferminz-, Latschenkiefer-, Fichten-, Thymian- und Campheröl. Die ätherischen Öle, schreibt die Autorin, werden „über den aufsteigenden Dampf aus dem Badewasser und zusätzlich über jede Pore“ in den Körper aufgenommen und entfalten dort ihre Wirkung: sie verflüssigen Schleim, lindern Husten und Gliederschmerzen. So weit, so richtig.

Influenza, Corona und Co.

Influenza-Viren und Coronaviren, die auch SARS- und MERS-Epidemien ausgelöst haben, sind Einzelstrang-RNA-Viren mit Hüllproteinen. Es bestehen aber in Erbanlagen und Aufbau spezifische Unterschiede (siehe unten). Aufgrund der allgemeinen epidemiologischen, strukturellen und klinischen Ähnlichkeiten kann man aber davon ausgehen, dass viruzid wirksame ätherische Öle günstige Eigenschaften hinsichtlich der Vorbeugung und Infektion mit Covid-19 besitzen. Es gibt […]